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Besseres Verständnis für Bankkunden gefordert

Der Vorsitzende des SAFE Research Advisory Council, Professor Arnoud W.A. Boot (Foto) von der Universität Amsterdam, sprach im Rahmen der SAFE-Forschungskonferenz "Sustainable Architecture for Finance – Where Are We Now and Where Are We Going?" Mitte Dezember 2018 über die Zukunft der Bankenbranche im Lichte der Digitalisierung. Boot beschrieb zunächst das Aufkommen der Schattenbanken in den 1990er Jahren, das aus seiner Sicht das Finanzsystem massiv verändert hat. Boot sagte, dass neue Technologien und Fintech-Unternehmen ähnliches tun würden, weil sie für umwälzende Änderungen in den Vertriebssystemen und in der Interaktion mit Kunden sorgen würden.

Er nannte drei Herausforderungen für den Finanzsektor: Erstens müssen Banken nachhaltige Geschäftsmodelle finden und mit disruptiven Faktoren wie Fintech umgehen. Zweitens erklärte Boot, dass ein dynamischeres Finanzsystem mit mehr Akteuren die eigene Stabilität gefährden könnte. Drittens sollte aus der Sicht von Boot das Misstrauen der Gesellschaft gegenüber Finanzinstituten nicht unterschätzt werden, da der Finanzsektor von der Akzeptanz der Gesellschaft abhänge. "Ohne Vertrauen können Volkswirtschaften nicht funktionieren", so Boot. Der Ökonom erklärte, dass Regulierung, Technologie und Kundenpräferenzen die Hauptfaktoren für Veränderung in der Branche seien. Auch Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und die fortschreitende Globalisierung würden die künftige Struktur der Branche prägen. Seiner Ansicht nach müssen Banken die Interaktion mit ihren Kunden verändern. "Um erfolgreich zu sein, brauchen Banken ein besseres Verständnis für ihre Kunden und müssen ihre Produktangebote entsprechend anpassen", sagte Boot.

Weitere Informationen unter: www.safe-frankfurt.de