FIRM Publikationen

27.11.2017

Neues Forschungsprojekt "Economics of Compliance with Constitutions"

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und das National Science Center Polen (NCN) fördern ab Januar 2018 ein gemeinsames Forschungsprojekt an den Universitäten Hamburg und Warschau. Für das dreijährige Projekt "Economics of Compliance with Constitutions" (ECC) wurden im Rahmen der Förderinitiative "Beethoven 2" Mittel von insgesamt mehr als 450.000 Euro bewilligt. Ziel des Forschungsvorhabens: die Ursachen und Konsequenzen der unterschiedlichen Bindungswirkung nationaler Verfassungen zu untersuchen. Während Länder wie Dänemark oder Norwegen die in ihren Verfassungen festgelegten Regeln bis ins Detail befolgen, haben Studien gezeigt, dass andere Länder wie Pakistan, Russland oder Simbabwe nur wenige der Versprechungen umsetzen, die sie in ihren Verfassungen formulieren. Die Größe dieser sogenannten "de jure-de facto-Lücken" unterscheidet sich weltweit stark und dennoch ist bisher wenig über sie bekannt. Prof. Dr. Stefan Voigt, Inhaber des Lehrstuhls für ökonomische Analyse des Rechts: "Wir freuen uns sehr über die Bewilligung unseres gemeinsamen Projektes. Die praktische Relevanz dieser Forschung für politische Entscheidungen kann in einer Zeit, in der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in vielen Ländern der Welt herausgefordert werden, kaum überbewertet werden." Prof. Voigt ist Experte im Bereich der Verfassungsökonomik und leitet ECC an der Universität Hamburg. Katarzyna Metelska-Szaniawska, die das Team an der Universität Warschau leitet, ist Pionierin der ökonomischen Analyse von Verfassungen in Polen.

Weitere Informationen unter: www.uni-hamburg.de

 

 



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