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Die Rolle von Zentralbanken in Zeiten des Populismus

In einer Rede beim Forum Bundesbank der Hauptverwaltung in Hessen sprach Joachim Wuermeling Anfang Mai über die Rolle der Zentralbanken in Zeiten des Populismus und der Fake News. Das Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank betonte, dass die Neutralität bzw. Unabhängigkeit und Faktenorientierung natürlich Gift für Populisten seien. Demnach gehe es ihnen um einfache Antworten oder Fake News. Die Ziele seien Emotionalisierung und Polarisierung. Und das Vorstandsmitglied führt fort: "Deshalb bedrohen Populisten zunehmend auch die Unabhängigkeit der Zentralbanken. Zentralbanken sind für diese offenbar so wichtig, dass populistische Parteien gerne auch bei der Besetzung der Top-Positionen mitreden wollen. Populisten bedrohen aber auch das zweite Markenzeichen der Zentralbank, die Faktenorientierung. Denn sachlich kommunizierende Experten und komplexe Argumente sind ein Gegenmittel zu emotionalisierten, ideologischen Kampagnen, wie sie Populisten brauchen, um ihre Unterstützer fehlzuleiten." Nach Wuermelings Auffassung stehe der Auftrag, der Status und die Arbeitsweise von Zentralbanken jeder Art von Populismus und Faktenferne diametral entgegen: "Wir sind unabhängig, verfolgen ein klares Ziel, das der Preisstabilität, und orientieren uns an Wirtschaftsdaten, fundierten Prognosen und wissenschaftlichen Erkenntnissen", so das Vorstandsmitglied. Und er erklärt: "Wir versuchen, Ursache und Wirkung von Ereignissen in Volkswirtschaften zu erkennen, analysieren penibel ökonomische Vorgänge und leiten daraus unsere Maßnahmen ab."

Weitere Informationen unter: www.bundesbank.de

Wuermeling findet deutliche Worte gegen Populisten und Fake News [Bildquelle: Deutsche Bundesbank/Nils Thies]