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SAFE-Forscher für eine Arbeit über "Quasi-Dark Trading" ausgezeichnet

Satchit Sagade und Christian Westheide wurden mit dem FESE De la Vega Preis 2019 für ihre Arbeit „Quasi-dark trading: the effects of banning dark pools in a world of many alternatives" ausgezeichnet. Sagade ist Assistant Professor am Forschungszentrum SAFE; Christian Westheide ist Assistant Professor für Finanzen an der Universität Wien und Research Affiliate von SAFE. Das Paper wurde gemeinsam mit Thomas Johann (Universität Mannheim) und Talis Putnins (University of Technology Sydney) verfasst. Der Preis der Vereinigung Europäischer Börsen (Federation of European Securities Exchanges, FESE) wurde am 4. Juni im Rahmen eines Gala-Dinners des FESE-Kongresses in Dublin verliehen. Der jährliche Wettbewerb konzentriert sich auf Forschungsarbeiten zu den europäischen Wertpapiermärkten.

In dem Beitrag zeigen die Autoren, dass die häufig in der theoretischen und empirischen Literatur vorgenommene Zweiteilung in transparenten und intransparenten Handel eine zu starke Vereinfachung der heutigen komplexen Handelslandschaft darstellt. Das MiFID II-Verbot von anonymen Handelsplattformen, sogenannten Dark Pools, habe bewirkt, dass Handelsvolumen auf „Quasi-Dark Trading“-Mechanismen überging, z.B. Block Trading Venues, periodische Auktionen und internalisierte Händler, welche als enge Substitute für Dark Pools dienen. Die Autoren stellen fest, dass das Verbot kaum Auswirkungen auf die Marktliquidität hat, sich die kurzfristige Preiseffizienz für Unternehmen, die von den Beschränkungen betroffenen sind, aber verschlechtert hat. Daher sollten die Regulierungsbehörden die Bandbreite der „dunklen“ Alternativen und die Auswirkungen der Marktregulierung auf die Gleichgewichtsstrategien von Investoren und Börsenbetreibern sorgfältig prüfen.

Satchit Sagade arbeitet seit 2013 für das Forschungszentrum SAFE. Seine Forschungsinteressen liegen im Bereich der Marktmikrostruktur. Insbesondere interessiert er sich für Themen im Zusammenhang mit hochfrequentem und algorithmischem Handel, optimaler Ausführung, Marktfragmentierung und Marktregulierung. Er hat an der Henley Business School der University of Reading im Bereich Finanzen promoviert.

Christian Westheide ist seit September 2018 Assistant Professor an der Universität Wien. Von Oktober 2015 bis September 2018 war er Postdoc bei SAFE. Er promovierte an der Universität Bonn. Seine Forschungsinteressen liegen vor allem in der empirischen Finanzmarktmikrostruktur. Er interessiert sich allgemein für die Interaktionen von Marktteilnehmern, die sich hinsichtlich ihres Informationsstands, ihrer Fähigkeiten und Ziele unterscheiden, und wie sich diese Interaktionen auf Vermögenspreise und Liquidität auswirken.

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