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Studie: Status quo und Handlungsbedarf bei Governance-Systemen

Öffentliche Unternehmen und Institutionen in Deutschland müssen nach Ansicht der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) ihre Governance-Systeme verbessern. Andernfalls riskieren sie Reputationsverluste, Geldstrafen oder strafrechtliche Konsequenzen. Dies ist das Fazit der PwC-Studie „Governance-Systeme in Institutionen der öffentlichen Hand – Status quo und Handlungsbedarf“. Die Studie wurde in Kooperation mit der Universität Paderborn, Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre (insbesondere das Corporate Governance), erstellt. Die Studie erfragte unter anderem die Schwachstellen in den Governance-Systemen der Institutionen. Als Top 3 erweisen sich hier „unzureichende zeitliche Kapazitäten“ (81 Prozent), „unzureichende personelle Ausstattung“ (68 Prozent) und „nachrangige Priorisierung von Themen im Zusammenhang mit Governance“ (62 Prozent). Zudem äußerten 79 Prozent der Befragten, dass es bessere Maßnahmen zur Fehlervermeidung und -aufdeckung braucht, um die Wirksamkeit der Governance-Systeme zu gewährleisten. Eine Schlussfolgerung formuliert Marco Galioto, Experte für Governance-Systeme im öffentlichen Sektor und studienverantwortlicher PwC-Partner, wie folgt: „Auf Leitungsebene und in den Aufsichtsorganen muss das Thema dringend höher priorisiert werden.“ Und er ergänzt: „Ansonsten besteht die Gefahr, dass Schwachstellen Störfälle verursachen, die wiederum zu Schäden für die Institution und persönlichen Konsequenzen für die Verantwortlichen führen.“

An der Studie beteiligten sich 64 Institutionen, darunter insgesamt 19 Versorger und Entsorger und 16 Kernverwaltungen. Die anderen Teilnehmer sind Kliniken, Hochschulen, Unternehmen im ÖPNV, Wohnungsunternehmen, Stiftungen und Vereine.

Weitere Informationen unter: www.pwc.de